Hinweis für Betreiber von Kälteanlagen

Dichtheitskontrolle für Betreiber von Kälteanlagen nach F-Gase-Verordnung (EU-Verordnung 517/2014)

 

Mit der F-Gase-Verordnung verpflichtet sich der Betreiber von Kälteanlagen regelmäßig Dichtheitsprüfungen durch Fachpersonal durchführen zu lassen. Die vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Prüfungen werden für jede einzelne Anlage in einem dafür vorgesehenen Betriebshandbuch eingetragen, deren Aufbewahrungspflicht 5 Jahre beträgt.

 

Die Kontrollpflicht der Anlagen ist unabhängig von der gesetzlich vorgeschriebenen Gewährleistung.

 

Die Neufassung der F-Gase-Verordnung bezieht sich bei der Einteilung der periodischen Dichtheitskontrollen nicht mehr direkt auf die Kältemittelfüllmenge. Die Gruppen werden nach der Masse von CO2 – Äquivalenten eingeteilt. Das CO2 – Äquivalent eines Kältemittels errechnet sich aus der Füllmenge mal dem GWP („global warming potential“ oder Treibhauspotential). Der GWP bezeichnet das Klimaerwärmungspotential eines Treibhausgases im Verhältnis zu Kohlendioxid (CO2 ).

Beispiel:
1 kg R134a hat ein CO2 – Äquivalent von 1,43 t
1 kg R404a hat ein CO2 – Äquivalent von 3,92 t

 

Das Intervall für die vorgeschriebenen Dichtheitsprüfungen richtet sich nun nach dem CO2 – Äquivalent

 

Periode

F-Gase-VO
(alt, Nr. 842-2006)

F-Gase VO
(neu, Nr. 517/2014)

Alle 12 Monate

3 – 30 kg
(Kältemittelfüllmenge)

5 – 50 t
(CO2 – Äquivalent)

Alle 6 Monate

30 – 300 kg
(Kältemittelfüllmenge)

50 – 500 t
(CO2 – Äquivalent)

Alle 3 Monate

mehr als 300 kg
(Kältemittelfüllmenge)

mehr als 500 t
(CO2 – Äquivalent)